Sonntag, 18. Januar 2009

Veränderungen

Wir werden geboren, wir wachsen auf, wir leben und arbeiten mehr oder weniger stark in Gemeinschaft mit anderen Menschen.
Im Laufe der Zeit erleben wir und irgendwann erinnern wir uns daran.
Wenn wir genau hinschauen, stellen wir fest, dass sich dauernd etwas entwickelt - verändert.
Z.B. die Art und Weise wie wir gemeinsam feiern.
Bei Familienfesten hängt das sehr an den Personen die zusammenkommen.
Bei öffentlichen Festen hängt es an den Zeremonienmeistern. Wenn von links nach rechts zu schunkeln ist, ist alles andere falsch.
Das merkt auch das Publikum und kann daran Spaß entwickeln oder eben nicht.
Derzeit machen viele Vereine, die sich der Brauchtumspflege verpflichtet haben, die Erfahrung, dass die Bräuche der Väter wie Kampftrinken zum Schützenfest oder zu Karneval auf die Enkel keinen Reiz mehr ausüben.
Herrensitzungen bleiben leer. Keiner will mehr Senator eines Karnevalsvereins, noch dazu in Westfalen, werden.
Die Folge: Weniger Veranstaltungen und sogar Auflösung von Karnevalsvereinen wie demnächst die KG Rot-Weiß Hillerheide.
Warum interessiert mich das?
Das interessiert mich eigentlich gar nicht. Was mich interessiert ist, was die Kommunalpolitik tut, um zwischen Veränderungen und Beharrung zu bestehen.
In Recklinghausen bspw. hat die CDU es geschafft, Landesmittel für die Sanierung eines schon seit acht Jahren nicht mehr gebrauchten Veranstaltungshauses loszueisen.
Ein Veranstaltungshaus, an das sich viele gern erinnern.
Ein Veranstaltungshaus für Veranstaltungen, für die sich keine Veranstalter und keine Besucher mehr finden.
Gut angelegtes Geld, oder?

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